1889 Eduard Glowsky 1.2.6
Eduard ist am 05.08.1889 in (Bad) Lippspringe geboren (Kirchenbuch T_17, Nr. 28). Im Meldeverzeichnung der Hansestadt Hamburg steht geschrieben, dass der Elektromonteur mit Legitimationspapieren, ausgestellt am 19.02.1909 in Münster, am 20.04.1909 in HH eintrifft. Zwei Tage später erfolgt die Anmeldung, also am 22. April. Am 07. Juni 1909 meldet er sich in HH ab, mit Ziel Berlin. Wieder zurück in Münster betreibt er seit dem 13.06.1931 eine Werkstatt für elektromedizinische Apparate und im März 1932 beendet Eduard diese Tätigkeit, da er parallel dazu, seit 12.08.1930, noch eine Ladestation für Akkumulatoren und Autoluft inne hat. Am 11.09.1932 hört er im Westdeutschen Rundfunk einen Vortrag des Herrn Dr. Viktor Meyer-Eckhardt über „Einsteins spezielles Relativitäts-Prinzip“. Tags darauf schreibt Glowsky an Meyer-Eckhard einen Brief und bittet um den Vortrag in schriftlicher Form, an die Adresse: Münster i/W Scheibenstr. 57, römisch I. , denn Eduard hegte gewisse Zweifel an Einsteins Relativitätstheorie. Mehrere Briefkopien Glowsky/Meyer-Eckhardt und Meyer-Eckard/Glowsky, hat mir das Heinrich-Heine-Institut aus seinen Archiv- und archivähnlichen Beständen zugeschickt. Darin schreibt Eduard, er habe sogar eine eigene Theorie entwickelt. Eduard ist ledig und kinderlos in Münster verstorben.
Bereits im Jahr 1994, hat mir die verwitwete Ehefrau des Karl Otten (ein Neffe des Eduard), aus Dortmund erzählt, dass sie mit ihrem Ehemann Karl, die vernachlässigte Wohnung des verarmten Eduard, nach seinem Tod 1964 in Münster, geräumt habe. Die Zustandsbeschreibung deutete auf eine Messiwohnung hin. Im langen Flur sollen längs an den Wänden Zeitungen, Aktenordner und Bücher gestapelt worden sein. Es wurde auch gemutmaßt, dass eine religiöse Clique ihn geplündert haben könnte.
